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Warum musste Andre sterben?
Fall Andre aus Iserlohn: "Das Jugendamt konnte nicht!" /Andre´s Todesurtei! Timo Tasche zum Thema
Fall Andre aus Iserlohn:
Das "Warum" bei einem Tatort
(Reporter7.com 18.07.2007) Der Fall Kevin (Bremen) oder der Fall Andre aus Iserlohn sind nur die Spitze eines gewaltigen Eisbergs. Viele Fälle, die bis jetzt keine sind, könnten schon bald Realität werden, wenn Jugendämter nicht endlich die Zügel anziehen. Hilfe muss es aus der Politik geben. Solange der Schutz der Privatsphäre der Eltern Vorrang hat anstatt die der Kinder, können Jugendämter nicht schnell genug zugreifen. Andre´s Todesurteil.
Die ganze Wahrheit:
Ich schaute damals die Meldungen durch. Auf einmal stieß ich auf die Meldung, das in Thörey Babys auf dem Dachboden gefunden wurden. Ich fuhr mit meinem Auto nach Thörey. Stellte das Warum-Schild an einen Baum unmittelbar an dem gelblichen Haus. Niemand war auf der Straße. Ich hatte Mühe, den Tatort zu finden. Rein Zufällig war ein Kamerateam von RTL anwesend. Ich schilderte kurz warum ich hier bin. Nachdem RTL wieder weg war, kamen aufgebrachte Nachbarn auf mich zu und fragten mich, was ich hier mache. Sie fragten:" Wer soll den ganzen Mist den hier wieder wegräumen?". Damit meinten sie das Schild, die Plüschtiere und die Kerzen. Ich konnte es nicht fassen. Ich fühlte mich sogar ein wenig bedroht. Weil ich fand, das die Mahnwachenutensilien nach meinem Verschwinden eh auf dem Müll landen würden, packte ich die Sachen traurig wieder ein und verließ Thörey. Aber warum passiert das immer wieder? Vielleicht, weil einige Mütter als wahre Gebärmaschinen fungieren und die Babys nur als finanzielle Aufstockung des Kindergeldes ansehen. Oder weil viele junge Mütter auf dem geistigen Stand einer 14-Jährigen zurückgeblieben sind. Fast kein Wunder bei der Volksverdummung die auf einigen weniger Wichtigen Programmen des TV läuft. Glücksspiele, bei denen sowiso nur der Anbieter am meissten Gewinnt oder irgendwelche Verdummungs-Gerichtsshows die mit dem realen Leben wenig gemein haben. Die "Mutter" rotiert zwischen Herd und 3 Babys, der Fernseher läuft und der arbeitslose Mann sitzt vor dem Computer. Die Wohnung ist vermüllt und richt unangenehm. Viele derartige Wohnungen habe ich nur durch Zufall gesehen. Zum Glück konnte ich zwei Kinder aus einer Wohnung in Hamburg noch retten, indem ich dem Jugendamt einen Tip gab. Diese sind jetzt im Heim und fühlen sich nach eigenen Angaben wohler. Ich denke noch oft an sie. WIr haben zusammen Karten gespielt oder gequasselt. Das ich die Mutter zufällig in Elmshorn kennen lernte, (Fall Tim), war eine Ironie des Schicksals. Der Fall Andre aus Iserlohn war für mich ein klassisches Beispiel von Versagen und ein typisches Beispiel von Verwahrlosung und gemeinschaftlichen Mord. Genauso wie der Fall Kevin in Bremen. Ich nehme kein Blatt mehr vor den Mund und sage wie ich die Dinge sehe.


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Autor
Timo Tasche
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