dormART schließt die Türen ++ Internationales Kunstprojekt des Dortmunder Depot begeisterte Besucher und Übernachtungsgäste
(Reporter7.com 06.07.2006) Nach acht spannenden, kreativen und ereignisreichen Wochen mit den 15 beteiligten Künstlern und zahlreichen internationalen Besuchern und Übernachtungsgästen beendet das Dortmunder Depot das Kunstprojekt dormART mit der Finissage zwischen und in den 11 Rauminstallation am Sonntag, den 09. Juli um 16 Uhr. Während der Finissage können die Besucher nun auch ihren dormART Katalog mit den im Ausstellungszeitraum entstandenen Fotos der Installationen vervollständigen.
Dortmund, 06. Juli 2006 +++ Dass die 15 teilnehmenden Künstler aus sieben Kulturkreisen mit ihren vielfältigen künstlerischen Sichtweisen auf die Kultur des Schlafens zahlreiche begeisterte Besucher und Übernachtungsgäste aus aller Welt in das Depot lockten und die Resonanz auf dormART in der Region groß war, ist für die Organisatoren eine Bestätigung für ihr erfolgreiches Kunstprojekt. Die Nachfrage war derart hoch, dass die öffentliche Ausstellungszeit sogar um vier Wochen verlängert wurde. Dass aber auch enthusiastische Fußballfans, die in der Kunst ihren Schlafplatz gefunden haben, dieses Kunst-Schlaferlebnis neben dem Fußball und der guten Stimmung in Deutschland als einen wesentlichen und beeindruckenden Teil ihres Deutschlandbesuches mit in ihre Heimat nehmen, ist eine besondere Anerkennung für diese außergewöhnliche Kunstausstellung.
dormART wirkt über Dortmund hinaus
"Die Menschen aus dem Ruhrgebiet, die bis dato noch nie bei uns waren, und die zahlreichen Menschen aus aller Welt, Reisende in Sachen Kunst, Kultur und Fußball, haben durch dormART das Depot als einen spannenden und anregenden Ort für Kunst und Kultur entdeckt. Sie alle nehmen begeistert eine neue Sicht auf die "Kultur des Schlafes" und die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten der Kunst mit nach Hause, aber auch das Interesse an Kunst- und Kulturprojekten der anspruchsvollen, besonderen Art, veranstaltet vom Dortmunder Depot", resümiert Bärbel Thier-Jaspert, eine der künstlerischen Leiter von dormART und Vorstandsvorsitzende des Depot e. V. den Erfolg von dormART.
Die Übernachtungsgäste aus der Schweiz, aus Schweden, den Niederlanden, England, Schottland und Korea, die mit mehr als 90 Übernachtungen - die Spitzenauslastung lag meist an den Tagen rund um die Spiele in Dortmund - zu einer beeindruckenden nahezu 75 prozentigen Gesamtauslastung sorgten, wurden herzlich und professionell betreut durch den Dortmunder Hostelservice RuhGebiet.de (
www.ruhgebiet.de).
Die besondere, zweite und "privatisierte" Ausstellungsebene von dormART, also die Zeit, in der Fußball-Fans und Kunstinteressierte in den 11 Rauminstallationen des Dortmunder Depot übernachten konnten und so ein Teil der Kunst wurden, hat zudem Diskussionen mit Künstlern, Kunstvermittlern, Fachhochschulen und Künstlerhäusern über die Kunst und die Formen ihrer Präsentation als Raum-Installation angeregt.
"Das Depot kann mit dieser Art von Kunstprojekt einer der wichtigen Ausstellungsstandorte der Region werden - neben all den anderen Facetten, die dieses Haus bietet. Als einer der künstlerischen Leiter und Organisatoren von dormART wünsche ich mir, alle drei oder vier Jahre ein ähnlich großes Kunstprojekt auf hohem internationalem Niveau durchzuführen", zieht Christian Psyk für dormART die Bilanz.
Für eine interessante Diskussion, produktive Kooperationen und zukünftige Projekte spricht auch, dass der Fachbereich Design der Fachhochschule Dortmund anlässlich des internationalen Kongresses "Szene1" vom 05. bis 08. Juli 2006 in Dortmund für seine Gäste die dormART Installationen zur Übernachtung vorgesehen hat. Der Schwerpunkt des Kongresses zum Thema Szenografie ist die Frage nach medialen Rauminszenierungen und dient als Startveranstaltung für den im Wintersemester in Dortmund beginnenden Studiengang "Szenografie und Kommunikation".
Zur Finissage am 09. Juli um 16 Uhr können die Besucher nun auch ihren dormART Ausstellungskatalog vervollständigen. Der bietet eine weitere Besonderheit: Da die Installationen temporär sind und den Menschen während der zweiten Ebene die Möglichkeit der eigenen Schlaf-Erfahrung gegeben wurde, waren die Fotografien der Kunstwerke seit Ende Mai im permanenten Entstehungsprozess. Die entsprechenden Katalogseiten sind mit Platzhaltern versehen. Jeder Katalogkäufer erhält deshalb zum Katalog die Chance, sich die entstandenen elf Fotos abzuholen. Wer einen Katalog gekauft hat, aber verhindert ist oder dessen Reise zu weit ist, bekommt die Bilder nachgeschickt.
Der temporäre Charakter der Installationen und die relativ kurze Ausstellungszeit wurden von den meisten der Besucher wegen des intensiven Kunsterlebnisses bedauert. Der dormART Ausstellungskatalog ist also nach der Finissage und mit dem Abbau der Installationen die einzige Möglichkeit, sich an die 11 Kunstwerke zur Kultur des Schlafens zu erinnern.
Informationen:
www.dormart.de und
www.depotdortmund.de
Bildmaterial:
www.dormart.de/presse.html
Projekt- und Ausstellungszeiten in der Rückschau:
-- Umsetzung der Konzepte durch die Künstler im Depot: 14. Mai bis 25. Mai 2006
- Für Besucher geöffnet: 20. und 21. Mai 2006, von 11 bis 17 Uhr, Eintritt frei.
-- Ausstellungsdauer, Teil 1 / Öffentl. Zugang: 26. Mai bis 07. Juni 2006, verlängert bis 09. Juli (Nacht der Industriekultur)
- Vernissage: 26. Mai 19:30 Uhr im Depot
- Für Besucher geöffnet: täglich 14:00 bis 20:00 Uhr, Eintritt 7 €, ermäßigt 5 €
-- Ausstellungsdauer, Teil 2 / Private Vermietung: 08. Juni bis 09. Juli 2006
- Finissage: 09. Juli 16 Uhr im Depot
- Für Übernachtungsgäste, Buchungen unter
www.ruhgebiet.de,
- Preise: Übernachtung Einzelperson inkl. Frühstück 95 €, Übernachtung von bis zu vier Personen in einer Installation inkl. Frühstück: pro Person 80 €
- Sonderkontingente für Kurzentschlossene: pro Bett 65 €
- Zusätzlich ist die Ausstellung in Teilen am 17. Juni 2006 von 18 bis 22 Uhr während der "Nacht der Industriekultur" für die Öffentlichkeit zugänglich.
Die dormART Sponsoren und Förderer:
Das internationale Kunstprojekt dormART wird veranstaltet vom Depot e.V. und dem Kulturbüro der Stadt Dortmund. Die Sparkasse Dortmund und die DSW21 sponsern das Projekt, seine Umsetzung und die Ausstellung. Als Förderer konnten zudem die Kunststiftung NRW, das Innenministerium NRW und die anne-fischer-stiftung gewonnen werden.
Das Depot - Zentrum für Kreativität:
Einst das Straßenbahndepot der städtischen Verkehrsbetriebe, ist das Depot heute ein expressiver, energiegeladener Ort, an dem die Kreativität ihren freien Lauf nimmt. Mehr als 40 Einzelpersonen, Gesellschaften, Vereine, Betriebe, Büros und Bürogemeinschaften haben sich seit der Eröffnung 2001 an der Immermannstraße in der Dortmunder Nordstadt etabliert. Im Depot arbeiten Architekten, Fotografen, Grafiker, Bildende und Darstellende Künstler, Glas- und Schmuckdesigner, Galeristen, Gestalter, Berater und Computerexperten. Unter einem Dach gehen Kunst, Kultur, Medien, kreative Dienstleistungen, Gastronomie und Handwerk eine seltene Symbiose ein, die den Geist des Ortes prägt. Schwerpunkte des Depot sind gemeinsame Veranstaltungen und Projekte im Bereich Bildende Kunst und Kunsthandwerk und Spartenübergreifende Veranstaltungen mit lokalen, überregionalen und internationalen Partnern.
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